MASTER OF EUROPEAN GOVERNANCE AND ADMINISTRATION

Europäisch denken und handeln lernen

Die Wahrnehmung staatlicher Aufgaben steht heute in fast allen Bereichen im europäischen oder internationalen Kontext. Erfolgreiche administrative Gestaltung erfordert in zunehmendem Maß grenzübergreifende, europäische Orientierung und profunde Kenntnisse des politischen und rechtlichen Umfelds auch außerhalb des nationalen Rahmens.


In diesem Bewusstsein haben der deutsche Bundeskanzler und der Präsident der französischen Republik im Jahr 2003 anlässlich des 40. Jahrestags des Elysée-Vertrags ein gemeinsames deutsch-französisches Qualifizierungsprogramm initiiert, das sich vor allem an Angehörige des höheren Dienstes beider Staaten wendet.

Der Studiengang Master of European Governance and Administration (MEGA) wurde im Jahr 2005 zur Vorbereitung auf europäische und internationale Aufgaben ins Leben gerufen und hat bisher sechsmal erfolgreich stattgefunden. Neben deutschen und französischen Bediensteten haben auch zahlreiche Teilnehmer aus anderen EU-Staaten und aus Staaten mit EU-Beitrittsperspektive diese Fortbildungschance genutzt.

Um noch bessere Bedingungen für eine Teilnahme zu schaffen, wird der MEGA-Studiengang künftig in berufsbegleitender Form mit einer neuen Struktur und einer Dauer von zwei Jahren angeboten. Die Inhalte sind konsequent auf die zwischenstaatliche Zusammenarbeit und den europäischen Kontext ausgerichtet. Berufliche Erfahrungen und Bedürfnisse der Teilnehmer und ihrer Behörden werden gezielt in das Studium einbezogen.

Mit diesem gemeinsamen Master-Programm bieten Deutschland und Frankreich den Führungskräften aus Verwaltung und Wirtschaft eine einzigartige Vorbereitung auf die Herausforderungen der europäischen Verwaltungszusammenarbeit. Die feierliche Eröffnung des siebten MEGA-Studiengangs ist für Anfang 2013 im zeitlichen Kontext mit dem 50. Jahrestag des Elysée-Vertrags geplant.


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Ab jetzt können Sie sich für MEGA in neuer, berufsbegleitender Form bewerben.

MEGA-Broschüre 2013-2014 

 

 


 

Eröffnung des 6. MEGA-Programm am 4. Oktober 2010 an der ENA, Paris.

Die Alumni berichten...

Dr. Caroline Dostal, Deutschland (MEGA 2007), Bundesministerium der Finanzen, Grundsatzfragen der europäischen Finanzmarktintegration, Berlin:

"Ich habe mich aus zwei Gründen für MEGA entschieden: Zum einen war es für mich wichtig, noch einmal eine berufliche Auslandserfahrung zu machen, zum anderen haben mich die Inhalte des Programms besonders gereizt. MEGA bot für mich als Juristin die Möglichkeit, weitergehende Kompetenzen im Management und in der Politikwissenschaft zu erwerben. Die Teilnehmerzahl, die auf Klassengröße beschränkt ist, macht die interkulturelle Erfahrung besonders intensiv und ich konnte eine sehr persönliche und „intime“ Kenntnis von Frankreich erlangen - so wie es mir bei keinem vorherigen Frankreichbesuch gelungen war. MEGA war für mich eine sehr nützliche und tiefgehende Weiterbildung und die erworbenen Kenntnisse empfinde ich als Bereicherung in meiner täglichen Arbeit. Wenn man Europa wirklich ernst nehmen will, braucht man solche Programme wie MEGA."


Dr. Thomas Weithöner (MEGA 2006), Leiter des Kultur- und Minderheitenreferates, Deutsche Botschaft Bukarest:

"MEGA war eine einzigartige Erfahrung. Als junger Diplomat interessierte ich mich sehr für die detaillierten Informationen über die französische und deutsche Koordination der EU-Politik, die verschiedenen Verwaltungstraditionen und -kulturen sowie die unterschiedlichen theoretischen Politikansätze. Besonders interessant waren auch die praktischen Lehrinhalte, u.a. Change management, Überwindung psychologischer Barrieren bei Reformprojekten, interkulturelle Kommunikation. Ein Höhepunkt war der Praxisaufenthalt als Austauschbeamter an der ständigen Vertretung Frankreichs bei den Vereinten Nationen. Die französischen Kollegen haben mich sehr gut in ihre tägliche Arbeit integriert. Außerdem wurde mir die Verantwortung übertragen, in Verhandlungen die französische Regierungsposition zu vertreten – was kann man mehr erwarten?"


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